Sonntag, 3. März 2013

Die Vögel ... - unheimliche Begegnung der flatternden Art

Heute früh hatte ich euch ja versprochen, euch zu erklären, was hinter meiner Andeutung steckt, die ich euch dort gemacht hatte. Vielleicht ging es euch ja in den letzten Tagen ähnlich wie mir.

Als ich am Donnerstag unterwegs war, hörte ich schon, bevor ich sie sah, eine Riesenmenge Rabenvögel mit ihrem Krah-krah-krah. Auf der Wiese links von mir war eine Unmenge dieser schwarzen Vögel zu sehen, das gleiche auf meiner rechten Seite. Sie ließen sich nicht einmal von den Autos und den großen Lastwagen stören, die vorbei fuhren. Sie flogen ab und zu auf und pickten ansonsten in aller Gemütsruhe mit ihren Kumpels in der Wiese nach Nahrung.


Ich fühlte mich unwillkürlich an den Film "Die Vögel" von Hitchcock (Link: Wikipedia) erinnert. Natürlich erlebte ich nicht den Horroreffekt, aber ein bisschen mulmig wurde mir doch bei dem Großaufgebot an schwarzen Vögeln, die so einen Mordskrach verursachten, sich so rotzfrech kaum um die Menschen scherten und in unmittelbarer Nähe der Autos herumliefen und fraßen. Hier ein Foto von einem dieser Vögel, das ich vom Auto aus gemacht habe - erst gezoomt, dann nochmal näher herangeholt. Er pickte keine drei Meter von meinem Auto entfernt in aller Seelenruhe auf dem Boden herum. Das obige Foto habe ich vom Auto aus von der Wiese auf der gegenüberliegenden Straße gemacht, und dann auch nochmal vergrößert.


Ein bisschen Probleme habe ich bei der Bestimmung der Rabenvögel. Zu dieser Familie gehören ja endlos viele Unterarten. Erst tippte ich auf Kolkraben, aber deren Schnäbel sehen anders aus. Auch an den Schnäbeln der Rabenkrähen (Aaskrähen) sehe ich nicht die richtigen Gemeinsamkeiten. Es könnte die Saatkrähe (Link: Wikipedia) sein. Deren Schnabel scheint mir am ehesten zu passen. Alle drei Arten haben schwarzes Gefieder, das in der Sonne metallisch schillert.

Von der Szenerie habe ich auch ein Video gedreht, das leider etwas verwackelt ist, da ich es ohne Stativ gemacht habe. Es fängt ein bisschen den Eindruck ein, den man dort bekommen hat. Ich hatte für den Film eine kurze Zeitspanne erwischt, in der keine Autos vorbeifuhren.


Als ich am Donnerstag aufs Stückle fuhr, um weiter die Hecken zu schneiden, bot sich mir dieses Bild:


Da ich hörte, wie ein Traktor auf einem nahe gelegenen Feld fuhr, konnte ich verstehen, dass die Vögel dieses Mal hier ihren (Futter-)Platz ausgesucht hatten.


Auf einem nahe gelegenen Baum hatten sie sich in Scharen niedergelassen, nachdem sie immer wieder auf ihren Sturzflug über das Feld gingen. Es war jedenfalls für mich ein eindrucksvolles Erlebnis, die Vögel dieses Mal relativ nah beobachten zu können. Ihr Krah-krah-krah klang recht unmelodiös durch die Gegend, gestaltete aber meine Arbeit - das Auschneiden der Hecke - nicht so eintönig. Ein Liveauftritt einer ganzen Vogelkolonie ist schon etwas Besonderes, finde ich. Von diesem Ereignis habe ich auch zwei Videos aufgenommen, aber hier sind die mechanischen Geräusche beim Zoomen so störend, dass ich sie nicht hochgeladen habe.

Nach all dem Schwarz habe ich dann noch ein bisschen Farbe für euch, nämlich ein Bild der Winterlinge, die heute in der Mittagssonne ihre Blüten weit aufgemacht haben.


Auch die zarten Schneeglöckchen blühen auf dem Stückle, im Schatten der Hecken. Sie haben so ein zauberhaftes Blütenkleid, dass sie Dichter zu allen Zeiten zu lyrischen Texten inspiriert haben.


Und damit wünsche ich euch einen schönen Sonntag. Wir werden morgen unterwegs sein, auf eine Ausstellung. Abends komme ich dann wohl endlich zu meinem Bloggerspaziergang. Ich hoffe und wünsche uns allen auch für morgen so schönen Sonnenschein für unsere lichthungrigen Gemüter und viele schöne Eindrücke.

Kommentare:

  1. Liebe Irmgard!
    Hier sind auch immer die Krähen massenweise zu sehen. In der Dämmerung fliegen sie herein und wenden sich dann dem größten Schlafplatz Europas (habe ich irgendwo gelesen) zu, der auf den Steinhofgründen liegt.
    Lieben Gruß
    Lemmie

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    1. Liebe Lemmie,
      ich denke, die große Menge Krähen waren nur auf der Durchreise. Die letzten beiden Tage habe ich keine mehr gesehen.
      Liebe Grüße, Irmgard

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  2. liebe irmgard;
    schließe mich den worten lemmies an. bei uns sind auch viele von den, glaub ich russischen saat- und/oder -nebelkrähen. ich hab sie gerne. sie sind sehr gescheit. und gesellig obendrein.
    lieber gruß
    thomas

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    1. Lieber Thomas,
      ja, die Krähen oder Raben sind sehr klug. Mir gefallen diese Vögel gut. Nur bei großen Mengen dieser Vögel bekomme ich die Szenen von Hitchcocks Film nicht aus dem Kopf. Schade, dass so etwas einen Menschen voreingenommen machen kann.
      Liebe Grüße, Irmgard

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  3. Liebe Irmgard,

    das sind ja wirklich wahre "Unmengen" von den Vögeln :) Ich hätte auch auf Saatkrähe getippt, und mir ging's vor einigen Tagen genau wie dir - vielleicht haben wir sogar dasselbe gesehen..alles voll von diesen Tieren, das ist ein sehr beeindruckender Anblick und du hast das toll eingefangen :)

    Liebe Grüße zu dir,
    Ocean

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    1. Liebe Ocean,
      ich denke, wir haben beide diese Vogelschar gesehen. Mein SchwieVa hat gelesen, dass die auf Durchzug sind. Und ich sehe sie auch seit zwei Tagen nicht mehr. Nur noch einige normale Krähen. Aber diese große Menge ist weg.
      Liebe Grüße, Irmgard

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  4. Ja, das ist wirklich sehr beeindruckend, liebe Irmgard. Dein Filmchen finde ich übrigens sehr nett. Früher rasteten sie hier in unserer Gegend immer auf hohen Birken. Leider haben die Menschen die Samen nicht ertragen und ihre Abholzung veranlasst. Seiher finden die Krähen keine "Landebäume" mehr. Aber manchmal drehen sie hier ihre Flüge in Schwärmen, wie bei euch, und ab und an landen sie auch noch in unserem Garten. Das geht mit einem riesigen Lärm einher. Ich finde das so lustig. Leider sind sie sehr scheu und beim geringsten Geräusch flattern sie davon. Unsere haben aber kürzere Schnäbel. Hab grad nachgesehen. Das sind dann wohl Kolkraben bei uns.

    Ich wünsch dir eine schöne Woche,
    liebe Grüße von der Waldameise

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    1. Liebe Andrea,
      da ist es ja schön, dass es bei uns diese schönen großen alten Bäume noch gibt. Hier gibt es ja sehr viele Streuobstwiesen mit sehr vielen alten Hochstammbäumen, aber auch sonst viele schöne große Bäume.
      Ja, heute sah ich auch einige ganz schwarze Raben oder Krähen. Ich konnte sie leider nicht fotografieren und näher ranholen (auf dem Foto), drum weiß ich nicht, welche es genau waren.
      Dir auch ganz liebe Grüße, Irmgard

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  5. Oh, das ist ja wirklich wie bei Hitchcok. Bei uns habe ich so viele schwarze Vögel auf einem Haufen noch nicht gesehen.

    Grüßle
    Traudi

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    1. Liebe Traudi,
      dann freut es mich, wenn ich wenigstens einen kleinen Eindruck davon vermitteln konnte.
      Liebe Grüße, Irmgard

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  6. Liebe Irmgard,

    was so ein film ausmachen kann. Früher hatten die Menschen bestimmt auch schon Ängste, wenn sie Krähen oder Raben sahen, aber der Film hat diese noch vergrößert. Sie waren immer schon begleiter von Hexen und Zauberen, und Hitch hat diese Magie, welche die Vögel umgibt genutzt, um Spannung zu erzeugen. ich mag den Film, Hitchcock und ich mag Krähen und finde sie sind fazinierende, schlaue Vögel,

    liebe Grüssle Kalle

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