Mittwoch, 22. Januar 2014

Kühlschrank kaputt und andere Weihnachtsüberraschungen

Letztes Jahr am zweiten Weihnachtstag stellten wir fest, dass die Sachen in den Gefrierfächern des Kühlschranks aufgetaut waren. Hatte da einer von uns die Türe nicht richtig zugemacht? – Was soll`s, es ist nun mal passiert! Mein Mann hat die starken Vereisungen rausgeholt, alles gut abgewischt, die Türe sorgfältig zugemacht.

Doch die Sachen blieben aufgetaut. Da wir nur zwei Fächer hatten, konnte ich die Lebensmittel in den nächsten Tagen aufbrauchen. Doch die Frage blieb, was zu machen war. Es war ja „zwischen den Jahren“, also die Zeit, in der etliche Betriebe im wohlverdienten „Schongang“ laufen. Der Elektrohändler, der im nächsten Ort war, machte in der Zeit Urlaub. Sonst hätten wir wohl dort vorbeigeschaut. Wenigstens war das mein Vorschlag. Ein Bekannter empfahl ihn mir vor einiger Zeit, da der Händler und Handwerksmeister an seinem Kühlschrank zu günstigem Preis ein defektes Teil ausgetauscht hatte.

Ein Blick auf die Rückseite des Kühlschranks ließ meinen Mann abwinken: Die Leitung für die Kühlflüssigkeit war undicht geworden, keine Reparatur möglich. Und das nach noch nicht mal vier Jahren! Sind das nun die geplanten Sollbruchstellen, welche die Hersteller angeblich einbauen, wie man verschiedentlich lesen kann?

Vermutungen helfen uns nichts, wir brauchen – auch im Winter – einen Kühlschrank. Also stürzten wir uns nach Weihnachten ins Gewühl und fuhren zu den beiden großen Anbietern von Elektrogeräten. Das Wort „Gewühl“ konnte man wörtlich nehmen. Eigentlich meiden wir solche Tage, an denen solch große Menschenansammlungen mit ihrem Geld die Wirtschaft ankurbeln. Gerade nach Weihnachten waren Massen von Leuten unterwegs, die heiß darauf waren, entweder ihr Weihnachtsgeld oder die Geldgeschenke auszugeben, die sie an Weihnachten erhalten hatten. Oder sie wollten einfach nur in den Tagen, an denen sie gemeinsam Urlaub hatten, shoppen. Gerade in den Fernseh- und Handyabteilungen wimmelte es nur so von Leuten.

Bei den Kühlschränken waren deutlich weniger Menschen, was schon angenehmer war. Also mussten mein Mann und ich uns nur darüber einig werden, welchen der Kühlschränke wir kaufen wollten. Mein Mann wollte wieder ein Markengerät. Schwierig, schwierig. Schließlich fiel für uns logischerweise die Marke, welche unser letzter Kühlschrank hatte, flach. Die wollten wir ganz sicher nicht noch einmal. Wir entschieden uns nach einigen Diskussionen letztlich für ein Gerät der Marke B*sch. Ich wollte weniger Geld ausgeben, aber mein Mann besteht auf gute Qualität, weil man hier am falschen Ende sparen würde. Meistens hat er Recht.

Interessant war, dass die Verkäuferin offensichtlich noch einen Preisspielraum hatte, denn als sie mitbekam, dass mein Mann in das andere Geschäft gehen wollte, welches den Kühlschrank um 20 Euro billiger anbot, zauberte sie genau diesen Preisnachlass aus dem Hut. Wir mussten allerdings sofort und ohne Kredit bezahlen, was wir aber sowieso immer machen. Vielleicht wäre noch ein höherer Preisnachlass möglich gewesen. Das ist uns aber noch zu ungewohnt, andere haben da wohl weniger Hemmungen, zu feilschen.

Wir packten den Kühlschrank ins Auto – in meinen alten Golf passt ja so einiges hinein – und schipperten unser neues Teil nach Hause. Dort musste er erst einen Tag stehen, bevor er eingeschaltet werden konnte, und dann hatte die Normalität uns – fast – wieder. Ausräumen aus dem alten, Einräumen in den neuen Kühlschrank, waren natürlich auch notwendig. Das alte Teil wartete einige Tage draußen, bis wir es zur Sammelstelle fuhren.

Wie gesagt: Die Normalität hatte uns nur fast wieder. In der Ecke, in welcher der Kühlschrank steht, war jetzt nämlich eine Lücke entstanden. Wir hatten uns ja entschieden, nur noch ein normales Teil ohne Gefrierfächer zu kaufen, da wir sowieso noch einen Gefrierschrank haben, der in einem kühleren Platz steht. Um den Kühlschrank wie vorher wieder auf Augenhöhe zu haben, und auch um den Platz darunter gut zu nutzen, wollten wir einen niedrigen Küchenschrank kaufen. Aber das ist eine neue Geschichte, denn das war gar nicht so einfach …  

Kommentare:

  1. Das ist wahrhaftig keine sehr lange Zeit, hatten wir aber auch schon. Manche Geräte halten nicht lange. Nach 2 Jahren könnte man ihn komplett kostenlos umtauschen lassen!

    Ich frag' mich allerdings, wie wir das früher gemacht haben. Denn wir hatten in meiner Kindheit niemals einen Kühlschrank sondern eine Speisekammer und einen kleinen Kriech-Keller. Die Speisekammer hat aber alles soweit frisch gehalten. Freilich war das Haus nicht "so gut" isoliert wie die Häuser heute. Das Klima in solchen Häusern finde ich persönlich allerdings viel gesünder. In so isolierten Häusern wie in dem derzeitigen, wo wir wohnen, habe ich mich noch nie richtig wohl und gesund gefühlt! Energiesparen hin oder her! Da liegt bekanntlich ja in anderen Bereichen viel mehr im Argen, z.B. die Solarmodule auf Privathäusern und der überschüssige Strom, der dann ins Ausland für billig Geld verkauft wird!

    Kühlschränke muß man eigens warten und reinigen, da fand ich die kühle Speisekammer-Lösung von früher viel vorteilhafter und wünschte mir manchmal auch heute, es so machen zu können.

    Irgendwo las ich auch einmal von iener Restaurant-Besitzerin, die auch keinen Kühlschrank hat, einfach, weil sie nur aus frisch gekauften Zutaten zubereitet. Fand ich genial! Und so erspart sie sich viel überflüssige Arbeit.

    Da wir selbst ja nicht von eingefroreren Lebensmitteln leben sondern auch frisch kaufen, bräuchten wir hauptsächlich Kühlung für wirklich schnell Verderbliches.

    Apropos Markengeräte - ich weiß aus gesicherter Quelle, daß Firmen wie B*sch, *S**mens* die Geräte für Nicht-Marken herstellen! Die kommen also auch nicht von anderswo her, haben nur no-name ... insofern könnte man die auch kaufen.

    Viel Glück mit dem neuen Kühlschrank wünsche ich Euch und liebe Grüße auch hier
    Sara
    (Waldgarten)

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    1. Liebe Sara,
      schön, dass Du mir wenigstens als Kommentatorin erhalten bleibst. Wollte Dir gerade zu Deiner Antwort auf meinem Kommentar weiter unten antworten, mache es dann aber einfach hier.
      Ich finde es schade, dass Du nicht mehr bloggst und die Blogs ganz schließt. So kann man auch Deine älteren, auch sehr interessanten, Beiträge nicht mehr nachlesen, was ich sehr schade finde. Hab meine alten Blogs einfach nur stehen lassen. Auch meinen myblog-Blog habe ich wieder aktiviert, nachdem ich ihn einige Zeit mit Passwort geschützt hatte.
      Ja, ich gab auch meinem Mann zum Überlegen, dass eigentlich ein Kühlschrank nicht unbedingt nötig ist. Zumindest im Winter. Unser Haus ist ja auch vor allem in dem Teil, in dem die Küche liegt, schlecht isoliert. Aber gerade deswegen ist es auch in der warmen Jahreszeit zu warm für bestimmte Sachen, denn die eine Wand liegt gegen Süden. Aber auch so ist es in der Ecke, in welcher der Kühlschrank steht, oft über den Temperaturen, die für die Lagerung gut wären. Der Keller wäre kühler, aber recht umständlich zu erreichen über eine sehr schwere Eisentüre, die man hochhieven muss.
      Einen Gefrierschrank haben wir, nach langer Überlegung, oben in einem kühlen Teil des Hauses. Ich machte zwar einiges an Obst in Gläser ein, aber wir haben auch etliches eingefroren. Mein Mann liebt den Zwetschgen-Blechkuchen mit eingefrorenen und nur leicht aufgetauten Zwetschgen. Der schmeckt fast so himmlisch wie frischer! Zu zweit ist die Menge an Obst kaum zu verarbeiten, ohne sie einzugefrieren. Außerdem sind so einige Vitamine besser erhalten. Vor allem aber ist es Arbeitsersparnis. Da geht es mir wie Dir, wir werden auch nicht jünger. Wollen aber trotzdem unbehandeltes gutes Obst essen.
      Nein, gar keine Sachen lagern, so dass ich fast jeden Tag einkaufen müsste, das möchte ich nicht. Ich muss jedes Mal losfahren, weil hier im Dorf kein Laden ist, und so erledige ich so viel wie möglich auf einem Weg, um nicht unnötig Diesel zu verplempern.
      Ja, das kann schon sein, dass die Markenhersteller auch für Billigmarken herstellen. Aber ich denke, das wird so sein wie bei Schw*rtau, welche die nicht richtig befüllten Gläser an die Discounter liefern. Ich denke nicht, dass die Markenhersteller für die No-Name-Produkte die selben strengen Qualitätsmaßstäbe ansetzen wie für ihre eigenen Marken. Ich kann mich allerdings auch irren ;-)
      Liebe Grüße, ich freue mich über Deine Antworten,
      Irmgard

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  2. Danke für Deinen Kommentar bei mir, liebe Irmgard,
    aber bei mir muss viel gestreut werden, weil alles vereist ist und meine Krücken rutschen dann weg.
    Schnee habe ich nicht, nur gefrierenden Regen und der ist hundsgemein.
    Da hast aber Pech gehabt mit dem Kühlschrank - hoffentlich hält der Neue dann auch lange.
    Liebe Grüße
    Helga

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  3. Liebe Irmgard,
    das ist keine lange Lebenszeit für einen Kühlschrank.
    Deine Geschichte klingt spannend. Vor allem kann ich mir die vielen Leute vorstellen in dem Laden. Da macht es wirklich keinen Spaß, etwas zu kaufen. Man will ja beraten werden und meistens ist das Personal gestresst und genervt. Aber was sein muss, muss sein. Euer alter Kühlschrank hat sich keinen guten Zeitpunkt ausgesucht.
    Unserer ist mittlerweile 18 Jahre alt. Und ich hoffe, dass er noch ein paar Jährchen funktioniert.

    Viele Grüße
    Traudi

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  4. Wenn so ein Stueck an Sonn- und Feier-tagen kaputt geht, ist man doch etwas aufgeschmissen. Wir haben GsD noch einen weiteren Kuehlschrank und eine Tiefkuehltruhe im Untergeschoss stehen. Also koennen wir so etwas zur Not ueberbruecken. Zumindest wart Ihr nicht gerade laenger verreist. Hoffen wir, dass Euer neuer Kuehlschrank laenger in Ordnung bleibt. 4 Jahre fuer einen Kuehlschrank ist viel zu kurz. Die sollten mindestens 10 Jahre ohne Probleme laufen. Aber fuer immer haelt eben nichts und muss immer mal wieder repariert oder ersetzt werden.
    Nicht zu schoen, wenn mehrer Sachen fast gleichzeitig kaput gehen.

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  5. ich wünsche viel freude mit dem neuen gerät, die marke bevorzuge ich auch ;).
    ärgerlich ist der frühzeitige, letzte seufzer vom alten kühlschrank. bei meiner letzten überhörten mängelbeschwerde hat nur die firmenseite bei facebook geholfen, dort möchten sie keine negativwerbung.
    bei der neugestaltung der küche kommt deine kreativität euch zur hilfe, es wird schon werden.
    lg kelly

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  6. Das ist natürlich ärgerlich, wenn wichtige Geräte an Sonn- oder Feiertagen kaputt gehen. Gerade ein Kühlschrank ist doch äußerst wichtig.
    Ja... wie hat man das früher gemacht ? Wir hatten in meiner Jugendzeit weder Kühlschrank noch Fernseher.
    Lebensmittel wurden in einem kühlen Raum in einem "Fliegenschrank" aufbewahrt. Fleisch (selten) und Brot wurden frisch gekauft und meist sofort (Fleisch) oder in den nächsten Tagen gegessen.
    Milch wurde beim Milchmann in einer Kanne geholt und immer nur soviel, wie man brauchte (1 L meistens - soweit ich mich erinnern kann)
    Das Brot kam vom Bäcker und war nach einigen Tagen zwar hart, aber nicht schimmelig. Dann gab es Brotsuppe... ;-)
    Ich weiß nicht, ob es an mir oder meiner Umgebung liegt, aber bei mir schimmelt Brot nach ein paar Tagen. Egal wie ich es aufbewahre.
    Dafür werde ich mir noch einen Tontopf anschaffen. Darin soll Brot optimal aufbewahrt werden können.
    Mein Nachbar hat mir ein kleines Plätzchen in seiner Tiefkühltruhe eingeräumt. So kann ich auch geringe Mengen Tiefkühlkost lagern.
    Ansonsten kann ich mich einige Zeit aus Dosen ernähren... ;-)
    Es gab alle Geschäfte in der Nähe. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad gut zu erreichen. Bäcker, Fleischer, Milchgeschäft usw.
    Heute muß ich - obwohl ich nicht direkt auf dem Lande wohne - zum Einkaufen immer ein paar km fahren. Der nächsten Laden ist der Teuerste und zum A... ist es ein größerer "Ausflug"... ,-)

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  7. Oje, arme Irmgard, ich kann mir die Aufregung vorstellen. Das immer an solchen Tagen solche Dinge passieren müssen. Nunja, man tröstet sich dann meistens damit, dass es noch Schlimmeres gibt. Allein der Ärger und die Aufregung bleiben.

    Danke für deine lieben Besuch in meinen Blogs, über die ich mich wieder sehr gefreut habe.

    Ich wünsche dir, dass der neue Kühlschrank eine lange Lebensdauer hat und dir weiterer Ärger erspart bleibt. Aber wie ich lese, hast du noch mehr zu erzählen ... ;-)

    Ein lieber Abendgruß
    von der Waldameise

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  8. Liebe Irmgard,
    erst heute habe ich Deinen lieben Kommentar in meinem Eckchen gelesen.
    Ich bekomme in der letzten Zeit keine Benachrichtigungen mehr über Mail, wer kommentiert hat. Das ist echt dumm!
    Das war natürlich eine Aufregung mit dem Kühlschrank! Es passiert ja immer dann, wenn es am wenigsten passt.
    Vor Jahren fuhren wir in den Urlaub in die Normandie. Alles war reisefertig, der Wohnwagen war schon an das Auto angehängt. Ich hatte noch was vergessen und ging schnell nochmals in die ´Wohnung zurück - zum Glück!
    Dort stellte ich fest, dass die Gefrierschranktüre offen war. Das muss aber schon am Vortag passiert sein, denn was ich zu meinem Schrecken feststellte, war die gesamte Vorderfront zugeeist und alle 4 Laden konnte man nicht mehr aufmachen. Schlimm war das!
    Also - die Abreise hat sich dann um Stunden verschoben. Ich musste noch alle Sachen, die schon aufgetaut waren unter den Nachbarn aufteilen. Einiges konnte noch drinnen bleiben.
    War nicht sehr schön, viel Aufregung, viel Arbeit und Ärger. Wer nun den Schrank nicht gut zugemacht hat, konnten wir nicht mehr ganz genau sagen. Ich könnte es auch selber gewesen sein.
    Jedenfalls war das eine schöne Bescherung!
    Also, ich kann Dich total GUT verstehen!
    Nun ist das alles aber "Schnee von gestern"! Das ist gut. Und es könnte Schlimmeres passieren, das ist wahr!
    Ich warte immer noch auf Schnee! auch ich habe es zwar gerne schon wärmer, weil ich oft friere, aber ein Winter ohne Schnee ist einfach nicht schön! Vielleicht gibt's noch ein paar Tage, an denen ich mich über die sogenannte "weiße Pracht" freuen kann!
    Übrigens Deinem neuen Kühlschrank wünsche ich eine LANGE Lebensdauer und Dir und Deinem Mann alles Liebe und Gute für das mittlerweile schon 1 Monat alte Jahr 2014.
    Herzlich Renate

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