Dienstag, 5. November 2013

Nun kommt die stille Zeit - manchmal ganz schön spannend ...

Jetzt, wo draußen die Herbststürme toben und das Wetter unwirtlich wird, kommt die stille Zeit. Die unten abgebildete Herbstzeitlose läutet diese Zeit ein, sie erscheint schon, wenn es draußen noch sonnig und mild ist, lässt aber schon den nahenden Herbst erahnen.


Wir verbringen nun wieder mehr Zeit in unseren vier Wänden. Wir lesen, sehen fern, handarbeiten, kochen und backen, und wir wärmen unsere Seele mit heißem Tee, heißer Schokolade oder Punsch, den wir mit innerlich wärmenden Gewürzen aufgesetzt und erhitzt haben.

Bei meinem Mann und mir kommen jetzt wieder oft Spieleabende hinzu. Wir haben zwei neue Spiele entdeckt. Bei Verwandten lernten wir das Spiel SkipBo kennen, das uns richtig spielsüchtig gemacht hat und bei dem es schwer fällt, abends rechtzeitig ins Bett zu finden, weil man noch eine Revanche haben möchte ... und noch eine ... und noch eine ...

Die Spielregeln sind folgende: Die Karten sind von 1 bis 12, außerdem gibt es Jokerkarten, die beliebig gelegt werden können. Jeder bekommt einen Stapel von 30 Karten (manchmal spielen wir auch mit 20, dann geht es etwas schneller) und fünf Karten extra. Der restliche Kartenstapel kommt zwischen die Spieler. Von den Kartenstapeln der Spieler wird die oberste umgedreht, die fünf Karten werden in die Hand genommen. Derjenige, welcher eine "1" hat, darf anfangen. Man legt 1, 2, 3 usw ab, die Farbe ist egal - es gibt drei Farben. Vier Stapel dürfen in der Mitte gemacht werden. Wenn von 1 bis 12 alle Karten in der Mitte abgelegt sind, darf der Stapel zur Seite gelegt werden (und wieder eingemischt).

Wenn man nicht mehr ablegen kann, weil keine Karte mehr passt, muss man eine Karte auf einem Stapel vor sich ablegen, und entsprechend vom Kartenstapel Karten genommen, um wieder fünf auf der Hand zu haben. Insgesamt vier Stapel darf man machen. Dabei sollte man nicht die Karten blockieren, also am besten gleiche Karten oder aufsteigend ablegen. Man versucht nun, die Karten von seinem Kartenstapel alle abzulegen. Dabei ist es gut, aufzupassen, welche Karten die anderen oben liegen haben. Hier ist es besser, die für den anderen passenden Karten zurückzuhalten, denn sonst kann bekommt dieser seine Karten eher weg und man hat das Nachsehen. Derjenige, der seinen Stapel nämlich am ersten wegbekommt, ist erster. Eine Besonderheit ist auch noch, dass man fünf neue Karten ziehen darf, wenn man alle seine fünf Karten abgelegt hat. Vorrang haben also die Karten auf dem Stapel, die immer zuerst umgelegt werden sollten, und dann die Karten in der Hand. Die abgelegten Karten auf den bis zu vier Stapeln sind nur Hilfsmittel und haben nicht diese vorrangige Bedeutung.

Als ich das Spiel bestellen wollte, kam noch ein anderes hinzu: Dobble. Ein schnelles Spiel, auch schon für zwei Leute - natürlich auch für mehrere. Mit diesem schnellen Spiel schult man auf unterhaltsame Weise seine Aufmerksamkeit, und sofort ist man wieder wacher. Das Spiel kommt in der runden Dose daher, ein origineller Aufmacher. In der Mitte liegt offen der Stapel, vor jedem Mitspieler verdeckt eine Karte. Auf Kommando drehen alle um, und man muss die beiden übereinstimmenden Motive entdecken. Auf jeder Karte sind mehrere Symbole in verschiedenen Farben zu sehen.

Vertrackt ist, dass die Symbole in unterschiedlicher Größe erscheinen, was oft ziemlich verwirrt und zusätzlich die Wahrnehmung fördert. Wer das übereinstimmende Symbol entdeckt hat, muss es benennen - die zweite Hürde, denn oft fallen einem in der Hektik die Namen nicht ein. Denn in Hektik und Spannung ist man, weil das Spiel schnell weiter geht. Derjenige, welche die Karte benannt hat, darf sie nehmen - und weiter geht das Spiel. Also super schnell. Hier muss man wirklich voll und ganz bei der Sache sein. Konzentration pur. Oft hat am Ende des Spiels der Sieger nur eine Karte mehr - und der andere möchte Revanche. Ein tolles Spiel!

Leider muss man diese runden Karten selber mischen, aber das ist auch nicht besonders schlimm, denn der Stapel ist nicht sehr groß. Viel komfortabler ist es allerdings gerade bei dem Spiel SkipBo, die Kartenmischmaschine zu benutzen, die ich dazu bestellt habe. Es muss eine große Menge Karten gemischt werden. Außerdem kommt ja immer wieder ein 12er Stapel hinzu, der irgendwann gemischt werden muss, was den Spielverlauf stört. Man muss nur aufpassen, dass man die Stapel nicht zu hoch macht, die gemischt werden müssen, sonst packt die Maschine es nicht mehr und verhakt sich. Aber ca. 24 pro Seite schafft er schon. Wenn er mal verhakt, nimmt man eben die Karten wieder raus, lässt kurz laufen und legt wieder ein. Man muss auch aufpassen, dass man mal "quermischt", also von einem größeren gemischten Stapel kleinere Stapel abnehmen und kleine Stapel zumischen. Also am besten noch einmal bunt mischen, sonst ist die Verteilung der Karten nicht besonders gut, wenn man nur jeweils 12 und 12 Karten zusammenlaufen lässt. Aber ansonsten ein schönes Spielzeug, welches wie gesagt den Spielfluss erheblich erleichtert.

Außerdem hatte ich schon länger Rummy gekauft, welches wir auch gerne spielen, aber Rommé oder seine Ableger sind ja weitgehend bekannt, so dass ich sie nicht erklären muss.

Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen motivieren, auch wieder Spieleabende einzulegen. Es macht Spaß und trainiert auch noch auf unterhaltsame Weise das Gehirn. Viel Freude wünscht euch Irmgard


Anmerkung: Die Links zu den Spielen und der Kartenmischmaschine führen zu buecher.de, wo ich diese auch bestellt habe. Das tat ich aber vor allem wegen der Kartenmischmaschine, wegen der ich keine ausgedehnte persönliche Shoppingtour unternehmen wollte. Ansonsten wird wieder über unseren örtlichen Buchhändler bestellt. Da ist es auch meist am nächsten Tag schon da, was Versender nicht leisten.

Kommentare:

  1. Liebe Irmgard, herzliche Grüße.
    Ja, jetzt ist es in der warmen Stube angenehm.
    Leider ist Männe für Spiele oder Karten nicht zu begeistern. Ich spielte viel mit unseren Jungs und dann mit dem Enkelkind.
    Männe würde eher gerne Schach spielen. Ich kann es nicht. Dazu müßte ich es erst lernen. Ansonsten ist er Elektronik-/Funktechnik/Computer- interessiert und ich habe den Blog und der steht leider seit 1/2 Jahr oft hinten an.
    Das Wochenende und heute bin ich mal längere Zeit am Compi, aber gleich gehe ich wieder mit Tamy raus.
    Der Vormittag war freundlich und mit bis zu 11 Grad nicht kalt. Nun haben wir bedeckten Himmel und es ist trübe.
    Jetzt verabschiede ich mich, denn bevor es dunkel wird, will ich wieder mit Tamy in der Wohnung sein.
    Winke, winke, alles Gute, Brigitte

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    1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Ich Doofe bin auf "Antworten" gegangen! Aber nur kommt mein normaler Kommentar:
    Hallo Irmgard!
    SkipBo spielen wir mit den Kindern (den erwachsenen) und mit unserem Enkel sehr gerne. Mit meinem Mann alleine sind wir mehr mit Rätselauflösungen und Sudoku beschäftigt.
    Vor vielen Jahren, Jahrzehnten, hatten wir regelmäßig an Wochenenden Tarockrunden.
    Lieben Gruß
    Lemmie

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  3. Liebe Irmgard,
    ich bin leider so gar kein Spiele-Typ ;-) Ich hätte auch viel zu viel anderes zu tun oder andere Interessen, von daher fehlte mir ohnehin die Zeit dazu. Aber Dir wünsche ich natürlich viel Spaß beim Spielen.
    Danke auch für Deinen Kommentar, den ich eben erst gesehen habe. Bei der Rasse war ich mir nicht sicher, zumal es einige Graue gibt. Silke hat ja auch 2 Grauen, allerdings Russische ... ich dachte, das wären die Gleichen, weil sie auch so mächtig ausschauen ;-)

    http://graue-katzen.blogspot.de/

    Liebe Grüße
    Sara

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  4. Liebe Irmgard,
    die Zeit der Stille ist meine Lieblingszeit. Ich mag die Sonne und die
    Hitze gar nicht. Ich liebe es, wenn es gemütlich ist. Eine Kerze brennt
    und der Tee auf einem Stövchen gewärmt wird.
    Spielen mag ich gar nicht - schon als Kind nicht. Früher habe ich die
    langen Gespräche mit meinem Mann sehr geschätzt - heute lese ich sehr viel und schau in meine Gedichtbände.
    Liebe Grüße schickt Dir
    Irmi

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    1. Hier habe ich nochmals reingeschaut. Witzig ... mir gings auch schon immer so wie Irmi. Ich hab' beim Spielen bestenfalls zugeschaut ;-) Bin auch kein Sitz-Typ. Sowas dauert mir immer viel zu lange. ;-)
      Aber interessant, wie es den Einzelnen dabei so geht ...
      Schön jedenfalls, liebe Irmgard, für Dich, daß Du Deine Vorliebe für Spiele mit Deinem Mann teilen kannst!

      Liebe Grüße
      Sara

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  5. moin irmgard,
    ich mag diese zeit und spiele, leider passten diese begriffe in den letzten jahren nicht zusammen.
    kartenspiele, gesellschaftsspiele - ja nicht bierernst, lustig und fröhlich muss es sein, chemie der mitspieler muss passen.
    dies *dobble* würde mich spanton interessieren, mal sehen...
    liebe grüsse
    kelly

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  6. statt spanton - besser spontan ;).

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