Als ich am Donnerstag unterwegs war, hörte ich schon, bevor ich sie sah, eine Riesenmenge Rabenvögel mit ihrem Krah-krah-krah. Auf der Wiese links von mir war eine Unmenge dieser schwarzen Vögel zu sehen, das gleiche auf meiner rechten Seite. Sie ließen sich nicht einmal von den Autos und den großen Lastwagen stören, die vorbei fuhren. Sie flogen ab und zu auf und pickten ansonsten in aller Gemütsruhe mit ihren Kumpels in der Wiese nach Nahrung.
Ich fühlte mich unwillkürlich an den Film "Die Vögel" von Hitchcock (Link: Wikipedia) erinnert. Natürlich erlebte ich nicht den Horroreffekt, aber ein bisschen mulmig wurde mir doch bei dem Großaufgebot an schwarzen Vögeln, die so einen Mordskrach verursachten, sich so rotzfrech kaum um die Menschen scherten und in unmittelbarer Nähe der Autos herumliefen und fraßen. Hier ein Foto von einem dieser Vögel, das ich vom Auto aus gemacht habe - erst gezoomt, dann nochmal näher herangeholt. Er pickte keine drei Meter von meinem Auto entfernt in aller Seelenruhe auf dem Boden herum. Das obige Foto habe ich vom Auto aus von der Wiese auf der gegenüberliegenden Straße gemacht, und dann auch nochmal vergrößert.
Von der Szenerie habe ich auch ein Video gedreht, das leider etwas verwackelt ist, da ich es ohne Stativ gemacht habe. Es fängt ein bisschen den Eindruck ein, den man dort bekommen hat. Ich hatte für den Film eine kurze Zeitspanne erwischt, in der keine Autos vorbeifuhren.
Als ich am Donnerstag aufs Stückle fuhr, um weiter die Hecken zu schneiden, bot sich mir dieses Bild:
Da ich hörte, wie ein Traktor auf einem nahe gelegenen Feld fuhr, konnte ich verstehen, dass die Vögel dieses Mal hier ihren (Futter-)Platz ausgesucht hatten.
Auf einem nahe gelegenen Baum hatten sie sich in Scharen niedergelassen, nachdem sie immer wieder auf ihren Sturzflug über das Feld gingen. Es war jedenfalls für mich ein eindrucksvolles Erlebnis, die Vögel dieses Mal relativ nah beobachten zu können. Ihr Krah-krah-krah klang recht unmelodiös durch die Gegend, gestaltete aber meine Arbeit - das Auschneiden der Hecke - nicht so eintönig. Ein Liveauftritt einer ganzen Vogelkolonie ist schon etwas Besonderes, finde ich. Von diesem Ereignis habe ich auch zwei Videos aufgenommen, aber hier sind die mechanischen Geräusche beim Zoomen so störend, dass ich sie nicht hochgeladen habe.
Nach all dem Schwarz habe ich dann noch ein bisschen Farbe für euch, nämlich ein Bild der Winterlinge, die heute in der Mittagssonne ihre Blüten weit aufgemacht haben.
Auch die zarten Schneeglöckchen blühen auf dem Stückle, im Schatten der Hecken. Sie haben so ein zauberhaftes Blütenkleid, dass sie Dichter zu allen Zeiten zu lyrischen Texten inspiriert haben.
Und damit wünsche ich euch einen schönen Sonntag. Wir werden morgen unterwegs sein, auf eine Ausstellung. Abends komme ich dann wohl endlich zu meinem Bloggerspaziergang. Ich hoffe und wünsche uns allen auch für morgen so schönen Sonnenschein für unsere lichthungrigen Gemüter und viele schöne Eindrücke.




