Das gilt in meinen Augen für alle Leute mit extremen Forderungen und Ansichten, ob sie nun religiöse Gründe vorschieben oder nationale bzw. nationalistische oder gar "Vernunftgründe". Alles nur vorgeschoben, denn in Wirklichkeit will man sich einfach nur an anderen, "die nicht so sind wie ich", abreagieren, die eigene aufgestaute Unzufriedenheit und Wut an willkommenen Opfern loswerden. Das ist aber keine Lösung der eigenen Probleme. So wird man sie nicht los.
Dieses Video, das ich bei Facebook beim Anklicken der Seite "NOPEGIDA" entdeckt habe, verdeutlicht ohne viele weitere Worte, wie das Thema "Ausgrenzung" aus der Sicht von Kindern aussieht:
Müssen wir Erwachsenen uns erst von diesen Kindern beschämen lassen, bevor wir einsehen lernen, was wirklich wichtig ist und wie wir uns verhalten sollten?
Nachtrag: Hier setze ich als Erinnerung vor allem für mich, da es in der Mediathek nicht mehr aufrufbar ist, das Video auf YouTube von Report Mainz SWR - "Wie Pegida das Land verändert":
http://www.youtube.com/watch?v=7M6yc95bZ4s
Der Schluss des Videos bringt es auf den Punkt:
Zitat Professor Hajo Funke, Rechtsextremismus-Forscher: "Pegida hat ein Klima entfesselt, das Gewalt will. Es geht dann doch gegen die Fremden, gegen Multikulti, gegen Migranten, vor allem aber Muslime. Und das Ergebnis sehen wir an der Erhöhung der Gewaltzahlen".
Resümee der Sendung: Die Angst der Migranten in Dresden ist also begründet. Selbst wenn Pegida das gar nicht will: Rechten Gewalttätern scheint die von der Bewegung erzeugte Stimmung bundesweit Ansporn zu sein - Ansporn, ihren Hass auszuleben.